Motorrad

Helmpflicht & Kombies & Protektoren - Erfahrungsbericht

 

Als die Helmpflicht in Deutschland eingeführt wurde - knallten bei den Herstellern und Lobbyisten die Sektkorken. - Jahrelang hatten sie für diesen einen Moment gekämpft.

 

Sofort nahmen sie Anlauf um als Nächstes die Biker-Kombi für Alle zu etablieren.

Der Motorradfahrer muß so beschützt, besser zwangsbehütet werden, damit er auch noch mit Tempo 140 gegen einen Baum fahren kann. Daher die heutigen Airbagstudien.

Beim Fahren aufzupassen wäre vielleicht auch eine geeignete Alternative !

Früher hat man einmal in der Fahrschule gelernt ´vorausschauend´ zu fahren; ohne jetzt irgendwelche Minderheiten verunglimpfen zu wollen - jeder ´Deppel´ bekommt den Führerschein.

Bei manchen Pkw-Fahrern bin ich sicher, daß sie nie in einer Fahrschule waren.

 

Die englische Polizei hat diese Kombis als Hochsicherheitskleidung für ein paar Tage eingeführt, bis sie dann feststellte, daß der abgestiegene Polizist keinen Einbrecher mehr stellen konnte weil er bewegungsunfähig war.

 

Motorradhelme können schwerste Gehirnerschütterungen verursachen, die auch vier Tage danach noch tödlich enden könnten.

 

Aber fangen wir als Anfänger an:  Als ich meine Kombi kaufte versuchte mir der Händler direkt die ´Wirbelsäulen-Protektoren´ mit zu verkaufen. Da es drei Sorten gab forderte er mich zu einem Test auf. Protektor 1 mit Schaumgummi, Protektor 2 mit Silikon, Protektor 3 mit Hart-Styropor (heute Kunststoff).

Ich sollte meine flache Hand auf den Tisch legen, den Protektor darauf und mit der rechten Faust kraftvoll darauf schlagen.

Fazit meiner ´primitiven´ Versuchseinrichtung: Protektor 1 + 3 absolut UNTAUGLICH die Wirbelsäule zu schützen, da die geballte Kraft der Faust ungebremst übertragen wird.

Da ich nicht auf dem Nürburgring fahren wollte, durfte der Händler sie behalten.

 

Und GENAU DIESES UNTAUGLICHE MATERIAL Nr. 3 bauen die selbsternannten Helmspezialisten in unsere Helme ein !!!

 

Und es kam, was beim Anfänger kommen mußte: Ich bekam die Beine nicht schnell genug auf die Erde und fiel NUR um. Ungebremst aus 1,8m Höhe knallte mein Helm mit Kopf darin auf die Fahrbahn. Und ich könnte heute noch schwören, da ich sehr gute Reflexe habe, daß ich ohne Helm den Boden noch nicht einmal berührt hätte. Über eine Stunde lag ich wie ein halbtoter Ochsenfrosch auf dem Bürgersteig bis mein Kopf wieder klar denken konnte.

 

Um wirklich den Kopf schützen zu wollen MUß Silikon in die Helme ! - Alles andere ist Makulatur. - Oder ?

 

Es gäbe da so Silikonkissen, die man paarweise kaufen kann. Was dem Einen sein ...warum nicht für Biker?

Und da ich als Erfinder soeben erfinde: Es gäbe noch die Möglichkeit den Helm mit ordinären Luftkammern auszurüsten, welche untereinander mit Druckausgleichsventilen verbunden sind. - Aber das wäre ja viel zu primitiv für die Industrie.

 

Baut endlich eine kleine Klimaanlage ein, oder soll ich das auch noch ausarbeiten?

 

Auch wenn ich schon tausende Kilometer im Ausland ´oben ohne´ gefahren bin ist der Helm an sich sinnvoll.

 

Theoretisch ist auch eine Kombi sinnvoll, zumindest bei den Motorrädern mit Niederquerschnittsreifen Richtung Nürburgring, bei schlechtem Wetter und langen Touren. Aber Vorsicht, er sugeriert eine nicht in diesem Maße wirklich vorhandene Sicherheit. Ohne Kombi hinterfragt man zumindest wesentlich öfters die momentan gefahrene Geschwindigkeit und kann die Vernunft, falls vorhanden, einschalten.

 

7 Abflüge habe ich in den ersten beiden Jahren hingelegt, meist bei nasser Fahrbahn, nie mit Autobeteiligung und das Prunkstück war mit Tempo 120 in einen Kartoffelacker.

 

Das sind solche Ereignisse, die man nicht in der Fahrschule lernt.