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JAR OPS 3
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Aus der Bekanntmachung der deutschen Übersetzung der Bestimmungen der Joint Aviation Authoritis (JAA) über die gewerbsmäßige Beförderung von Personen und Sachen in Hubschraubern (JAR-OPS 3 deutsch),am 29. September 1998 im Bundesanzeiger vom Bundesministerium der Justiz herausgegeben.(Ohne Gewähr;AGHCM)

Anhang 1 zu JAR-OPS 3.005(d)
Medizinische Hubschraubernoteinsätze (HEMS)

Dieser Anhang gilt nicht für Krankentransporte mit Hubschraubern und den Einsatz von Hubschraubern für Such- und Rettungsdienste.

Anmerkung: Die Behörde ist befugt, darüber zu entscheiden, was im Sinne dieses Abschnittes medizinische Hubschraubernoteinsätze und was Einsätze von Hubschraubern im Such und Rettungsdienst oder Krankentransporte mit Hubschraubern sind.

 


Inhaltsverzeichnis

 
  Terminologie  
  Betriebshandbuch  
  Betriebliche Anforderungen  
  Zusätzliche Anforderungen  
  Ausbildung und Prüfung  

 

       
       
   (a) Terminologie (1) Medizinische Hubschraubernoteinsätze (HEMS):   
    Flüge, mit unter einer HEMS-Genehmigung betriebenen Hubschraubern, die zu dem Zweck durchgeführt werden, medizinische Hilfeleistungen in Notfällen zu unterstützen, wenn ein sofortiger und schneller Transport erforderlich ist, durch Beförderung von:  
    (i) medizinischem Personal; oder  
    (ii) medizinischer Ausrüstung (Gerät, Blut, Organe, Medikamente); oder  
    (iii) kranken oder verletzten Personen und sonstigen Personen, die unmittelbar betroffen sind.  
       
    (2) Krankentransporte mit Hubschraubern:  
    Flüge, die in der Regel im voraus geplant sind und zu dem Zweck durchgeführt werden, medizinische Hilfeleistungen zu unterstützen, wenn ein sofortiger und schneller Transport nicht erforderlich ist, durch Beförderung von:  
    (i) medizinischem Personal; oder  
    (ii) medizinischer Ausrüstung (Gerät, Blut, Organe, Medikamente); oder  
    (iii) kranken oder verletzten Personen und sonstigen Personen, die unmittelbar betroffen sind.  
       
    (3) Such- und Rettungsdiensteinsätze mit Hubschraubern:  
    Flüge, die zu dem Zweck durchgeführt werden, Personen, die sich in ernster oder unmittelbarer Gefahr oder in schwer zugänglichen Gebieten mit schwierigen Umgebungsbedingungen befinden, unverzüglich zu helfen.  
       
    (4) Einsatzort für die Durchführung medizinischer
       Hubschraubernoteinsätze (HEMS operating site):
 
    Einsatzort, an dem der Hubschrauber zwecks Durchführung medizinischer Noteinsätze landet und/oder startet.  
       
    (5) Betriebsstandort für die Durchführung medizinischer Hubschraubernoteinsätze
       (HEMS operating base):
 
    Ein Flugplatz (Heliport), an dem die Besatzungsmitglieder sich für medizinische Hubschraubernoteinsätze bereithalten  
     
    (6) Besatzungsmitglied für Hubschraubernoteinsätze:  
    Eine Person, die für einen medizinischen Hubschraubernoteinsatz eingeteilt ist, um im Hubschrauber beförderte Personen, die medizinische Hilfe benötigen, zu versorgen und um den Piloten während des Einsatzes zu unterstützen. Diese Person bedarf einer besonderen Ausbildung entsprechend Absatz (e)(2)  
     
    (7) Medizinische Begleitperson:  
    Medizinische Begleitperson, die sich während medizinischer Hubschraubernoteinsätze an Bord befindet;dieser Begriff kann Ärzte, Krankenschwestern und anderes medizinisches Personal einschließen, ist jedoch nicht auf dieses beschränkt. Diese Begleitperson bedarf einer Unterweisung entsprechend Absatz (e)(3)  
       
    (8) Bodenpersonal für Notdienste:  
    Angehörige des Notdienstbodenpersonals (z.B. Polizei, Feuerwehr, etc.), die im Zusammenhang mit medizinischen Hubschraubernoteinsätzen tätig sind und deren Aufgaben für den jeweiligen Hubschraubereinsatz zweckdienlich sind.  
     
    (9) D:  
    Die größte Abmessung eines Hubschraubers, wenn dessen Rotor(en) sich dreht/drehen.  
       
   
  (b) Betriebshandbuch
(Operationsmanual; Anmerk.: AGHCM)
Der Luftfahrtunternehmer hat sicherzustellen, dass das Betriebshandbuch eine Ergänzung enthält, in der die besonderen betrieblichen Bedingungen im Zusammenhang mit medizinischen Hubschraubernoteinsätzen festgelegt sind. Einschlägige Auszüge aus dem Betriebshandbuch müssen der Organisation, für die der jeweilige medizinische Hubschraubernoteinsatz geflogen wird, zur Verfügung gestellt werden.   
       
     
  (c) Betriebliche Anforderungen   (1) Hubschrauber  
    Der Betrieb gemäß Flugleistungsklasse 3 darf nicht über dichtbesiedelten Gebieten oder über Gebieten mit schwierigen Umgebungsbedingungen durchgeführt werden.  
       
    (2) Leistungsanforderungen  
    (i) Start und Landung- Hubschrauber mit einer höchstzulässigen Startmasse (MTOM) von 5700 kg oder weniger  
    (A) Hubschrauber, die Einsätze zu/von einem Betriebsstandort (HEMS operations base) über dichtbesiedelte Gebiete oder Gebiete mit schwierigen Umgebungsbedingungen fliegen, müssen in Übereinstimmung mit der Flugleistungsklasse 1 betrieben werden. Ausgenommen davon sind Hubschrauber, für die das Lufttüchtigkeitszeugnis vor dem 01.Januar 2000 ausgestellt worden ist; diese dürfen bis zum 31.Dezember 2004 (Datum nicht endgültig festgesetzt;Anmerk.: AGHCM) in Übereinstimmung mit der Flugleistungsklasse 2 betrieben werden.  
    (B) Hubschrauber, mit denen Einsätze zu/von einem Einsatzort (HEMS operating site) über dichtbesiedeltem Gebiet oder über einem Gebiet mit schwierigen Umgebungsbedingungen geflogen werden, müssen soweit möglich in Übereinstimmung mit der Flugleistungsklasse 1 betrieben werden. Der Kommandanten muss sich bemühen, den Zeitraum, während dessen die Insassen des Hubschraubers und Personen am Boden im Fall eines Triebwerksausfalles gefährdet wären, zu minimieren.  
    (C) Der Einsatzort (HEMS operating site) muss so bemessen sein, dass ein ausreichender Abstand zu Hindernissen vorhanden ist; die Mindestgröße darf normalerweise nicht kleiner als 2D sein. Für Nachtflugeinsätze muss der Einsatzort (HEMS operating site) beleuchtet sein (vom Boden oder vom Hubschrauber aus), damit der Einsatzort und die Hindernisse darauf erkennbar sind; und ungeprüfte Einsatzorte müssen in der Regel eine Mindestgröße entsprechend 2Dx2D haben.  
    (D) Das Betriebshandbuch muß Richtlinien für Start- und Landeverfahren auf vorher ungeprüften Einsatzorten (HEMS operating sites) enthalten.  
       
    (ii) Start und Landung- Hubschrauber mit höchstzulässigen Startmasse von mehr als 5700 kg  
    Hubschrauber, die für medizinische Hubschraubernoteinsätze (HEMS) verwendet werden, müssen in Übereinstimmung mit der Flugleistungsklasse 1 betrieben werden.  
       
    (3) Besatzung  
    Ungeachtet der Forderungen in Abschnitt N gilt für medizinische Hubschraubernoteinsätze (HEMS) folgendes:  
   
(i) Auswahl
 
    Das Betriebshandbuch muß spezifische Kriterien für die Auswahl von Flugbesatzungsmitgliedern für Aufgaben bei medizinischen Hubschraubernoteinsätzen (HEMS) enthalten, wobei vorhandene Erfahrung zu berücksichtigen ist.  
   
(ii) Erfahrung
 
    Die geforderte Mindesterfahrung von Kommandanten, die für HEMS-Flüge eingesetzt werden, ist:  
    (A) nicht weniger als:  
    (A1) 1000 Stunden als verantwortlicher Pilot von Flugzeugen oder 100 Stunden als verantwortlicher Pilot von Hubschraubern und 1000 Stunden als Kopilot bei HEMS-Einsätzen, davon 500 Stunden als verantwortlicher Pilot unter Aufsicht; und  
    (A2) 500 Stunden einschlägige Flugerfahrung auf Hubschraubern; und  
    (A3) 50 Stunden Nachtflug auf Hubschraubern, einschließlich 20 Stunden als verantwortlicher Pilot, für die Piloten, die HEMS-Nachtflugeinsätze durchführen.  
       
    (B) Erfolgreicher Abschluß der Ausbildung in Übereinstimmung mit Absatz (e) dieses Anhanges.  
       
    (iii) Flugerfahrung der letzten Zeit  
    Alle Piloten, die für HEMS-Flüge eingesetzt werden, müssen innerhalb der letzten 6 Monate mindestens 30 Minuten Flugzeit ohne Sicht nach außen unter Zuhilfenahme von Instrumenten in einem Hubschrauber oder einem anerkannten Flugsimulator absolviert haben. Jeder zweite Flug, der auf die Flugerfahrung der letzten Zeit angerechnet wird, darf in einem anerkannten Übungsgerät durchgeführt werden.  
    (iv) Zusammensetzung der Besatzung  
       
    (A) Flüge am Tag  
    Am Tage muss die Mindestbesatzung aus einem Piloten und einem HEMS-Besatzungsmitglied bestehen.(HEMS Crew Member, HCM ;Anmerk.:AGHCM) Die Mindestbesatzung darf nur in Ausnahmefällen auf einen Piloten reduziert werden.  
    (B) Nachtflug  
    Die Mindestbesatzung bei Nacht muss aus zwei Piloten bestehen. Über bestimmten geographischen Gebieten, die der Luftfahrtunternehmer gegenüber der Luftfahrtbehörde im Betriebshandbuch auszuweisen hat, dürfen jedoch ein Pilot und ein HEMS Crew Member eingesetzt werden, wobei folgende Kriterien zu berücksichtigen sind:  
    (B1) Ausreichende Bodensicht;
(B2) System zur Flugwegverfolgung über die Dauer des HEMS- Einsatzes;
(B3) Zuverlässigkeit von Wettermeldeeinrichtungen;
(B4) Mindestausrüstungsliste für medizinische Hubschraubernoteinsätze;
(B5) Fortdauernde Anwendung der Verfahren für die effektive Zusammenarbeit         der Besatzungsmitglieder
(B6) Mindestqualifikation der Besatzung, Anfangs- und Wiederholungsschulung;
(B7) Betriebsverfahren einschließlich Koordinierung zwischen den Besatzungsmitgliedern;
(B8) Wetterminima;
(B9) Zusätzliche Betrachtungen aufgrund spezieller örtlicher Gegebenheiten.
 
       
    (4) Betriebsminima für medizinische Hubschraubernoteinsätze  
    (i) Betrieb gemäß Flugleistungsklasse 1 und 2  
    Die Wetterminima für die Flugvorbereitungs- und Reiseflugphase eines HEMS-Fluges sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Falls die Wetter-bedingungen sich während der Reiseflugphase so verschlechtern, dass die Wolkenuntergrenze oder die Sicht unter die in der Tabelle genannten Werte sinkt, müssen Hubschrauber, die unter Sichtflugbedingungen betrieben werden können, den Flug abbrechen oder zum Betriebsstandort zurückkehren. Hubschrauber, die für den Betrieb unter Instrumentenflugwetterbedingungen (IMC) ausgerüstet und zugelassen sind, können den Flug unter Beachtung aller notwendigen Voraussetzungen nach Instrumentenflugregeln fortsetzen, sofern die Flugbesatzung entsprechend qualifiziert ist.  
       
    Betriebsminima für HEMS Einsätze  
   
2 Piloten
1 Pilot

Tag
wenn die Wolkenuntergrenze mind. 500 ft hoch ist, gelten die normalen Minima für den gewerblichen Luftverkehr

Wolkenuntergrenze Flugsicht Wolkenuntergrenze Flugsicht
499-400 ft 1000 m (1) 499-400 ft 2000 m
399-300 ft 2000 m 399-300 ft 3000 m
Nacht
1500 ft (2) 2500 m 1500 ft (2) 3000 m
 
       
    Anmerkung 1: Die Flugsicht darf kurzfristig auf 800 m reduziert sein, sofern Land in Sicht ist und der Hubschrauber mit einer Geschwindigkeit geflogen wird, bei der in ausreichendem Maße die Möglichkeit besteht, rechtzeitig Hindernisse zu erkennen, um Zusammenstöße zu vermeiden.  
    Anmerkung 2: Kurzfristig darf die Wolkenuntergrenze auf 1000 ft reduziert sein.  
       
    (ii) Betrieb gemäß Flugleistungsklasse 3  
    Während der Flugvorbereitungs- und Reisephase eines HEMS-Fluges müssen die Amnestierte für die Hauptwolkenuntergrenze 600 ft und für die Flugsicht 1500m betragen. Die Flugsicht darf kurzfristig auf 800 m reduziert sein, wenn Land in Sicht ist und wenn der Hubschrauber mit einer Geschwindigkeit geflogen wird, bei der im ausreichenden Maße die Möglichkeit besteht, Hindernisse rechtzeitig zu erkennen und Zusammenstöße zu vermeiden.  
       
     
  (d) Zusätzliche Forderungen (1) Medizinische Ausrüstung des Hubschraubers  
    (i) Der Einbau jeglicher zum Hubschrauber gehöriger medizinischer Ausrüstung und gegebenenfalls deren Betrieb einschließlich aller nachfolgender Änderungen müssen genehmigt sein.  
    (ii) Der Luftfahrtunternehmer hat sicherzustellen, daß Verfahren für die Benutzung tragbarer Ausrüstungen an Bord festgelegt werden.  
       
    (2) Sprechfunk- und Navigationsausrüstung des Hubschraubers  
    Hubschrauber, die für HEMS-Flüge eingesetzt werden, müssen zusätzlich zu der in JAR-OPS 3, Abschnitt L vorgeschriebenen Sprechfunkausrüstung mit einer weiteren Sprechfunkausrüstung ausgestattet sein, die eine Gegensprechverbindung mit der Organisation, für die der HEMS-Einsatz geflogen wird, und gegebenenfalls mit dem Bodennotdienstpersonal ermöglicht. Jede dieser Zusatzausrüstungen muss als lufttüchtig genehmigt werden.  
       
    (3) Einrichtungen am Betriebsstandort  
    (i)  
    (ii)  
       
    (4) Betanken mit Fluggästen an Bord  
    Wenn der Kommandant ein Auftanken mit Fluggästen an Bord für notwendig erachtet, so darf dieses Betanken entweder mit angehaltenen oder mit sich drehenden Rotoren erfolgen, vorausgesetzt,die folgenden Anforderungen sind erfüllt:  
    (i) Die Tür(en) auf der Seite des Hubschraubers, von der betankt wird, muß/müssen geschlossen bleiben;  
    (ii) Die Tür(en) auf der der Betankung abgewandten Seite muß/müssen geöffnet bleiben, sofern das Wetter dies zuläßt:  
    (iii) Brandbekämpfungseinrichtungen müssen in geeignetem Umfang so plaziert sein, dass sie im Falle eines Brandes sofort zur verfügung stehen; und  
    (iv) Es muss ausreichend Personal unmittelbar zur Verfügung stehen, um die Patienten im Falle eines Feuers aus dem Bereich des Hubschraubers fortzuschaffen.  
       
     
  (e) Ausbildung und Prüfung (1) Flugbesatzungsmitglieder  
    Anmerk. AGHCM:
Der Begriff Flugbesatzungsmitglied ist nicht definiert worden.
Aus der Systematik geht hervor, dass es sich um den/die PilotenIn handelt.
 
    (i) Schulung gemäß JAR-OBS 3 Abschnitt N mit folgenden zusätzlichen Punkten:  
    (A) Schulung in Meteorologie mit Schwerpunkt auf dem Verständnis und der Deutung von verfügbaren       Wetterinformationen;  
    (B) Vorbereitung des Hubschraubers und der dazugehörigen medizinischen Ausrüstung für nachfolgende       Abflüge zu HEMS-Einsätzen;  
    (C) Einüben von Abflügen zu HEMS-Einsätzen;  
    (D) Die Beurteilung im Fluge hinsichtlich der Eignung von Geländen für die Durchführung von HEMS-Einsätzen;       und  
    (E) Die medizinischen Auswirkungen des Lufttransports auf den Patienten.  
       
    (ii) Prüfung gemäß JAR-OPS 3 Abschnitt N mit folgenden zusätzlichen Punkten  
    (A) Prüfung der Grundlagen/Befähigung für Flüge unter Sichtflugbedingungen (VMC) bei Tag- und/oder       Nachtflugbetrieb, einschließlich auf HEMS-Einsatzorten in Frage kommender Flug-,Lande- und       Startprofile;  
    (B) Streckenflugüberprüfung mit Schwerpunkt auf:  
    (B1) Meteorologie für den örtlichen Flugbetrieb;  
    (B2) Planung von HEMS-Flügen;  
    (B3) Abflug zu HEMS-Einsätzen;  
    (B4) Auswahl von HEMS-Einsatzorten im Fluge;  
    (B5) Tiefflug bei schlechtem Wetter; und  
    (B6) Vertraut sein mit den festgelegten HEMS-Einsatzorten, die in dem Verzeichnis des Luftfahrt-
        unternehmens für das lokale Einsatzgebiet aufgeführt sind.
 
       
 
H C M
(2) Besatzungsmitglied für medizinische Hubschraubernoteinsätze  
    Ein Besatzungsmitglied für medizinische Hubschraubernoteinsätze (HCM,Anmerk.:AGHCM) muss jährlich in folgenden Bereichen geschult werden:  
    (i) Aufgaben eines Besatzungsmitgliedes während HEMS-Einsätzen;  
    (ii) Navigation (Karten lesen, Grundlagen und Verwendung von Navigationshilfen);  
    (iii) Bedienung der Funkausrüstung  
    (iv) Benutzung der medizinischen Ausrüstung an Bord;  
    (v) Vorbereitung des Hubschraubers und der speziellen Ausrüstung für einen nachfolgenden Abflug zu
      HEMS-Einsätzen;
 
    (vi) Ablesen von Instrumentenanzeigen, Warnungen, Anwendungen der Checklisten für Normal- und       Notverfahren zur Unterstützung des Piloten, soweit notwendig,  
    (vii) Grundlegende Kenntnisse über das Hubschraubermuster hinsichtlich der örtlichen Unterbringung und der        Gestaltung von Anlagen und Ausrüstung für Normal- und Notbetrieb.  
    (viii) Zusammenarbeit zwischen den Besatzungsmitgliedern;  
    (ix) Übungen zur Reaktion auf HEMS-Anweisungen;  
    (x) Betanken und Betanken mit sich drehenden Rotoren;  
    (xi) Verfahren für die Behandlung von Patienten, die medizinische Auswirkungen des Lufttransports und        Kenntnisseüber die Krankenhausnotaufnahmeverfahren;  
    (Xiii) Einwinkzeichen;  
    (xiv) Betrieb mit hängenden Lasten, soweit anwendbar  
    (xv) Seilwindenbetrieb, soweit anwendbar:  
    (xvi) Gefahren, die für die Besatzungsmitglieder selbst und für Dritte durch die sich drehenden Rotoren         entstehen, wobei auch das Einladen von Patienten zu berücksichtigen ist;  
    (xvii) Verwendung von Wechselsprechanlagen im Hubschrauber  
       
    (3) Medizinische Begleitpersonen  
    Vor einem HEMS-Flug oder einer Reihe von HEMS-Flügen müssen medizinische Begleitpersonen in folgenden Punkten unterwiesen werden:  
    (i) Vertraut machen mit dem (den) betriebenen Hubschraubermuster(n);  
    (ii) Einsteigen und Aussteigen der medizinischen Begleitperson und der Patienten unter Normal- und      Notbedingungen;  
    (iii) Verwendung der jeweiligen medizinischen Bordausrüstung;  
    (iv) Die Notwendigkeit, vor der Benutzung besonderer Ausrüstungen das Einverständnis des Kommandanten       einzuholen:  
    (v) Verfahren zur Überwachung weiteren medizinischen Personals:  
    (vi) Verwendung von Wechselsprechanlagen im Hubschrauber; und  
    (vii) Unterbringung und Verwendung von Bordfeuerlöschern.  
       
    (4) Bodenpersonal für Notdienste  
    Ein Luftfahrtunternehmen muss alle vertretbaren Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass das Bodenpersonal für Notdienste vertraut ist mit:  
    (i) den Verfahren des Gegensprechfunkverkehrs mit Hubschraubern;  
    (ii) der Auswahl von geeigneten HEMS-Einsatzorten für HEMS-Flüge;  
    (iii) den Gefahrenzonen der drehenden Rotoren von Hubschraubern;  
    (iv) der Kontrolle von Menschenmengen im Hinblick auf Hubschrauberbetrieb, und  
    (v) der Evakuierung von Hubschrauberinsassen nach einem Hubschrauberunfall auf einem HEMS-Einsatzort.